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Lauer Abend im Cafe Menta

4th July 2015

Lange Zeit war die Gegend um den Radetzkyplatz im 3. Bezirk kulinarisch ja mehr oder minder Niemandsland. Das einzige wirklich nennenswerte Restaurant war und ist das Gasthaus Wild (auf das ich mit Sicherheit noch in einem Snackcheck näher eingehen werde). Dann endlich vor rund zwei Jahren - ein wenig Bewegung im Viertel. Zuvor hätte man gemeint, dass das Eckhaus, in dem schon so viele vor dem Cafe Menta ihr Glück versucht haben - einfach ein schlechter Platz ist.

Doch weit gefehlt - das Cafe Menta ist mittlerweile in der ganzen Stadt ein Begriff und ein angenehmer Ort, um den Feierabend ausklingen zu lassen. Die Einrichtung ist schlicht und gemütlich, die Preise sind absolut moderat und im Sommer kann man auch draußen im Gastgarten sitzen.

Da ich in der Nähe wohne, bin ich natürlich öfters mal dort, wobei ich in den letzten paar Monaten um ehrlich zu sein leider nie die Gelegenheit hatte. Daher ist mir gestern auch gleich aufgefallen, dass die Karte offensichtlich ein wenig reduziert wurde, was ich nicht unbedingt als Nachteil sehe. Lieber eine kleine feine Auswahl, als von allem zu viel und und ohne Profil.

Entschieden habe ich mich dann unbewusst für ein "Kürbismenü", beginnend mit einer Kürbis-Lauch-Suppe, gefolgt von einem "Salat Kürbis", bestehend aus gebratenem Kürbis, Rucola und Avocado (vegan). Für Nicht-Veganer gibt es das gleiche nur mit Hühnerfilet (EUR 8 / EUR 9).

Das Cafe Menta ist vor allem abends gut besucht, deshalb war leider kein Platz mehr im Schanigarten frei, dafür hatte man drinnen die freie Tischauswahl. Bei geöffneten Fenstern war es aber durchaus auszuhalten. Das Personal war freundlich, aber offensichtlich ein wenig unterbesetzt und hatte zu zweit einfach zu viele Tische zu bedienen. Kann vorkommen, Unruhe oder Hektik hat man dennoch nicht bemerkt, man musste halt ein wenig Zeit mitbringen.

Die Suppe, die relativ rasch serviert wurde war ausgezeichnet, schön cremig und dabei nicht zu fest. Und der Lauch hat eine überraschende Würze abgegeben und das Gericht geschmacklich nochmals gehoben, ohne sich dabei der im Moment allgemein so beliebten Ingwer-Kürbis-Kreation zu bedienen.

Salat Kürbis

Die Wartezeit für den Salat betrug insgesamt gute 45 Minuten. Damit steigt natürlich die Erwartungshaltung. Ich muss vorausschicken, dass ich normalerweise immer sehr begeistert über die Salate im Cafe Menta bin und deshalb leider zugeben, dass ich dieses Mal etwas enttäuscht war und mir die Raffinesse sowohl optisch als auch geschmacklich gefehlt hat. Gerade dort bin ich ausgefallene Geschmackserlebnisse gewohnt, vielleicht hat mich auch die Formulierung in der Karte etwas getäuscht denn ich hatte mir mehr Kürbis und weniger Salat (und dann eigentlich auch nur Rucola) erwartet. Es war insgesamt ein solider Salat, das Dressing dabei aber sehr unaufgeregt.

Salat Kürbis

Darüber hinaus war es auch selbst für den kleinen Hunger eine überschaubare Portion. Insgesamt konnte dieser Salat, ganz im Gegensatz zur Suppe, bei mir leider nicht punkten.

Inneneinrichtung

Dafür bin ich immer noch Fan der Inneneinrichtung. Ich mag den Stil, der lässig, unbemüht aber dennoch immer stylish rüberkommt.

Unser Tip: Von Montag bis Freitag gibt es Mittagsmenüs, die auch vegetarisch und auf Wunsch vegan zubereitet werden.

Location:
Cafe Menta
Radetzkyplatz 4
1030 Wien
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