Snackcheck is a Vienna based foodblog and restaurant guide. Mostly vegetarian and vegan. Take a tasty look over the edge!

Tags


Das Augartencafe

25th February 2016

Vor kurzem bin ich in die Nähe des Augartens übersiedelt, der jetzt mittlerweile mehr oder minder meinen persönlichen Garten darstellt, in dem ich fast täglich mit dem Baby spazieren oder laufen gehe. Dabei habe ich vor kurzem auch das Augartencafe entdeckt und gleich für den folgenden Sonntag einen Tisch reserviert. Sollte man auch dringend, vor allem wenn der Valentinstag auf besagten Sonntag fällt.

Wir haben bei der Bestellung nicht dazu gesagt, dass wir mit dem Kinderwagen kommen (mea culpa), aber es war überhaupt kein Problem kurzerhand einen Tisch zu tauschen, der mit dem Kinderwagen gut erreichbar ist.

Augartencafe

Das Restaurant war entsprechend dem Tag gut besucht, was sich leider in den Wartezeiten wieder spiegelte. Die Getränkebestellung dauerte entsprechend und während dem Warten auf das Essen konnte man - sagen wir mal - noch so richtig schön Hunger bekommen.

Limonade

Thumbs up auf alle Fälle schon mal für die angebotenen Limonaden. Ich habe die Pfirsich-Variante mit Zimt gewählt, die schön fruchtig, aber nicht zu süß war. Ein Blick in die Karte lässt jede Menge Klassiker der Wiener Küche, vom Wiener Schnitzel vom Kalb mit Petersilkartoffeln (EUR 19) über Zwiebelrostbraten von der Beiried (EUR 16,9) bis hin zu internationalen Klassikern wie dem Augarten-Burger (EUR 10,9) oder dem Ceasar Salad (EUR 9,8) erspähen. Leider bietet die Karte aber keine allzu große Auswahl an vegetarischen Gerichten, vegane Speisen abseits von Salaten habe ich überhaupt keine entdeckt.

Gnocchi

Also fiel die Wahl auf die hausgemachten Gnocchi mit Pesto aus getrockneten Tomaten und Oliven und Rucolasalat (EUR 9,5). Letzteres hätte ich als Beilage verstanden, war aber bereits unter die Gnocchi gemischt und es gab noch einen grünen Salat extra (der aber nicht beim Gericht in der Karte stand). Die Portion war groß, für mich aber auch leider etwas zu viel. Die getrockneten Tomaten gemischt mit den Oliven waren einfach sehr geschmacksintensiv und stark gewürzt. Manchmal ist weniger mehr und etwas weniger Pesto hätte dem gericht in keinem Fall geschadet. Dennoch hat es gut geschmeckt, ob die Gnocchi nun wirklich hausgemacht sind oder nicht kann man offen stehen lassen.

Apfelstrudel
Als Dessert habe ich mich für Apfelstrudel mit Vanillesauce, einem Klassiker der Wiener Kaffeehauskultur, entschieden. Man könnte meinen, dass es wenig falsch zu machen gibt, leider war ich davon allerdings so gar nicht überzeugt. Der arme Apfelstrudel wurde fast vollständig in der Sauce ertränkt, die viel zu heiß aufgewärmt wurde. Der Strudel wiederum war dazu außen heiß und innen kalt. Ein Mikrowellenproblem, das absolut nicht sein muss. Geschmeckt hat es dennoch, umgehauen hat es mich nicht.

Insgesamt war es also ein solider Besuch ohne unerwartete Höhen und ein wenig Verbesserungspotenzial. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Gastgarten im Frühjahr mit Blick auf den Augarten ein schönes Ambiente darstellt und dann vielleicht auch über das eine oder andere Hoppala, sowie das freundliche, aber doch auch langsame Service hinwegsehen lässt.

Location
Augartencafe
Obere Augartenstraße 1
1020 Wien
Zur Website

Kommentare ansehen